Veranstaltungen Gemeinde-Jubiläum

Dieser Teil wird redaktionell von der Jüdischen Gemeinde betreut



Sonntag, 14. November, 17 Uhr 

Kammerkonzert und Lesung mit Roman Knižka  
„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“

 

Rezitation: Roman Knižka
Showreel/Rollenbeispiele Roman Knižka: https://vimeo.com/259302543
 
Texte u. a. von Moses Mendelssohn, Rahel Levin-Varnhagen, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Lion Feuchtwanger, Mascha Kaléko und Hannah Arendt

 

Musik u. a. von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert, Endre Szervánszky (u. v. m.) – gespielt vom Bläserquintett Ensemble OPUS 45

Inhalt:
Vor 1700 Jahren begann die jüdische Gemeinschaft nachweislich damit, auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ihre Heimat zu suchen. Das Jahr 321, aus dem die älteste überlieferte Urkunde einer jüdischen Ansiedlung in Köln stammt, ist der historisch belegte Beginn einer komplexen und wechselvollen jüdisch-deutschen Beziehung, geprägt von Zeiten der Blüte, aber auch von Hass und Gewalt.


Von Beginn an prägten Juden die deutsche Geschichte. Im 18. Jahrhundert wurde ein besonders bedeutsames Kapitel jüdisch-deutscher Historie aufgeschlagen: Der vierzehnjährige Moshe ben Mendel wanderte im Herbst 1743 von seiner Heimatstadt Dessau nach Berlin. Innerhalb weniger Jahre wurde aus dem streng orthodox lebenden Juden einer der bedeutendsten Philosophen der Aufklärung, dem sein Freund Gotthold Ephraim Lessing im Versdrama „Nathan der Weise“ ein Denkmal setzte. Lange Zeit galt die Ankunft Moses Mendelssohns in Berlin als Beginn einer glanzvollen „deutsch-jüdischen Epoche“. Auch wenn dieser Begriff verklärend und nach Meinung vieler sogar grundlegend falsch ist, so ist doch unbestreitbar, dass jüdische Frauen und Männer in den kommenden 200 Jahren nahezu alle Bereiche deutscher Kultur prägten, bis das nationalsozialistische Regime dem auf furchtbare Weise ein Ende setzte. 


„Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ – mit diesem Zitat Heinrich Heines beginnt das Gedicht „Im Exil“ von Mascha Kaléko, das im Jahr 1943 veröffentlicht wurde. Die jüdische Dichterin, die 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA floh, thematisierte in diesem wie in vielen anderen Werken ihr Heimweh nach Deutschland. Sie ist gemeinsam mit ihrem Geistesverwandten Heinrich Heine die Namensgeberin eines literarischen Kammermusikabends, der das Jubiläum 321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zum Anlass nimmt, einen Ausschnitt der überaus reichen und vielfältigen jüdisch-deutschen Kulturgeschichte darzustellen.


Der einem Millionenpublikum bekannte Film- und Theaterschauspieler Roman Knižka liest aus Texten jüdischer Autorinnen und Autoren deutscher Sprache, darunter u.a. Moses Mendelssohn, Rahel Levin-Varnhagen, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Lion Feuchtwanger, Mascha Kaléko und Hannah Arendt. Neben den literarischen Werken stehen zudem autobiographische Texte von in der Öffentlichkeit unbekannten deutschen Juden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Diese Berichte aus dem Alltagsleben zeigen Glanz und Elend der jüdischen Emanzipation, die nicht selten mit einem als schmerzlich empfundenen Identitätsverlust einherging. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden und berichten von der Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Juden unter dem NS-Regime.


Am Ende des ca. neunzigminütigen Programms wird es einen Sprung in die Gegenwart geben. Wie gestaltet sich heute, 75 Jahre nach dem Holocaust, jüdisches Leben in Deutschland? Auf diese Frage antwortete kürzlich etwa die jüdische Schriftstellerin und Bloggerin Juna Grossmann. In ihrem Buch „Schonzeit vorbei“ schildert sie ihre Erfahrungen mit einem wieder auflodernden alltäglichen Antisemitismus, der sie durchaus dazu veranlassen könnte, ihrer Heimat Deutschland den Rücken zu kehren.


Den musikalischen Teil des Abends bilden Werke jüdischer Komponisten. Das Bläserquintett Ensemble OPUS 45 spielt bedeutende Werke der Bläserquintettliteratur von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Denès Agay, Jacques Ibert, Endre Szervánszky (u. v. m.)


Kontakt zum Ensemble:

Benjamin Comparot
Alsterdorfer Str. 109
22299 Hamburg
(0176) 62 11 00 83
benjamin.comparot@gmx.de


»Showreel« (Rollenbeispiele) Roman Knižka: https://vimeo.com/259302543

www.opus45.de

www.facebook.com/opus45
www.instagram.com/ensembleopus45


Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Verein „Erinnern für die Zukunft e.V.“, Jüdische Gemeinde Bremen 





Veranstaltungen Jüdische Gemeinde

23.05.2021

Familiensonntag der Jüdischen Gemeinde

Kabarett Lori:

„Das Tierhäuschen“, nach dem Märchen „Teremok“ von Samuel Marschak für Kinder, anschließendes Kabarett-Programm für Eltern

Gemeindesaal


06.06.2021

Duo Levinsky und Igor Budinstein:

Zwei Konzertprogramme zur Auswahl „The Best of Film Music“ oder „Musik ohne Grenzen“

Gemeindesaal


29.08.2021

Zentraler Festakt

Einweihung einer neuen Torahrolle

Konzertprogramm „Lieder aus der jüdischen Welt“ – Duo Natan Aviad und Netanel Teitelbaum

Synagoge/Gemeindehaus Schwachhauser Heerstr. 117


03.10.2021

Asamblea Mediterranea: Neues Programm für das Festjahr welches die ambivalenten Beziehungen der Juden zu ihren nichtjüdischen Nachbarn in Europa thematisiert. Jahrhunderte der kulturellen Blüte in Spanien und im Mittelmeerraum vs. Erfahrung von Rassismus, Unterdrückung bis hin zum Völkermord. 


21.10.2021

Konzert in der Glocke:

https://www.glocke.de/de/Veranstaltungssuche/21/10/2021/8217/FestkonzertBremer-Philharmoniker1700-Jahre-juedisches-Leben-in-Deutschland


24.10.2021

Landesjugendorchester:  Musikalische Begleitung des Stummfilms „Der Golem, wie er in die Welt kam“


07.11.2021

Bläserquintett Ensemble OPUS 45

Kammerkonzert und Lesung mit Roman Knižka „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“


Termin wird noch bekannt gegeben

Don Jaffé & Ramon Jaffé Gemeinsames Konzertprogramm eigener Kompositionen

Termine werden noch   bekannt gegeben

Kammerensemble Konsonanz: Musikalischer Stadtrundgang mit anschließendem Konzert in der Gemeinde 


Termine werden noch bekannt gegeben

Roni Levy, Delicious Israelischer Kochworkshop


Termin wird noch bekannt gegeben

Tag der offenen Tür
Jüdische Gemeinde Schwachhauser Heerstr. 117

Führungen, Ausstellung, Chugim, Basar, Buffet








06.06.2021, 16:00 Uhr

Die schönsten Filmsoundtracks

Duo Levinsky & Igor Budinstein

Konzert

Das Repertoire des international anerkannten Tenors Ilya Levinsky, der Sängerin und Pianistin Alina Levinsky und des Mastergeigers und Dirigenten Igor Budinstein reicht von populären Klassikern bis hin zu Klezmer.
Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ bieten die Künstler ein Programm mit beliebtesten Filmsongs und Melodien aller Zeiten, u.a. aus „Schindlers Liste“, „Der Fiedler auf dem Dach“, „Der Pate“ u.v.m.


Eintritt 5 Euro.

➢ Nur nach Voranmeldung bei L. Revina, Tel.: 0177-2305113.
Das Konzert wird unterstützt vom Zentralrat der Juden in Deutschland.



3. Oktober 2021 um 16 Uhr

Konzert


Die Musik der Sephardim und Aschkenasim

Asamblea Mediterranea


Gemeindesaal der Jüdischen Gemeinde Bremen

Schwachhauser Heerstr. 117, 28211 Bremen


Asamblea Mediterranea interpretiert seit über 20 Jahren auf besondere Weise die Musik der Sephardim und der Aschkenasim. Für das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat das Ensemble ein neues Programm vorbereitet, dieses thematisiert die ambivalenten  Beziehungen der Juden zu ihr nicht jüdischen Nachbarn in Europa. Auf der einen Seite stehen Jahrhunderte der Kulturellen Blüte in Spanien und im Mittelmeerraum mit einer fast unerschöpflichen Quelle und Texten. Auf der anderen Seite die Erfahrung von Rassismus, Unterdrückung. Alles hat  Spuren in der Musik hinterlassen.


Eintritt: 5 Euro


Anmeldung bei L.Revina, Tel. 0177 2305113


Das Konzert wird unterstützt vom Zentralrat der Juden in Deutschland




5. Oktober 2021, 18 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren


im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe Jüdische Kulturtage 2021 möchten wir Sie zur folgenden Veranstaltung einladen:


"Es lebe die krummnasige Kreatur"

Paul Celans Judentum


Vortrag am Dienstag, 5. Oktober 2021, 18 Uhr


Haus der Wissenschaft, Sandstr. 4/5


von: Prof. Dr. Wolfgang Emmerich (Universität Bremen)


Wie kann ein jüdischer Dichter mit der Muttersprache Deutsch nach der Shoah weiterleben und weiter schreiben? Paul Celan lebt in Paris, aber das Westdeutschland der 50er und 60er Jahre kennt er von zahlreichen Reisen – als ein Land, in dem der Antisemitismus in vielfältiger Form weiterlebt. Dem stellt Paul Celan sein magisches Verständnis vom Jüdischsein gegenüber: eine hoch poetische und anregende Haltung.


Lesung von Gedichten Paul Celans: Franziska Mencz (Bremen)

Moderation: Prof. Dr. Jürgen Kühl (Bremen)

Wolfgang Emmerich ist der Autor des Buchs "Nahe Fremde. Paul Celan und die Deutschen" (Wallstein Verlag, Göttingen 2020)


Gemäß der aktuellen Allgemeinverfügung des Landes Bremen gilt für den Besuch von Veranstaltungen im Haus der Wissenschaft die 3G-Regel.


Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@synagoge60-bremen.de


Mit freundlichen Grüßen

Elvira Noa




21.10.2021

Konzert in der Glocke:

https://www.glocke.de/de/Veranstaltungssuche/21/10/2021/8217/FestkonzertBremer-Philharmoniker1700-Jahre-juedisches-Leben-in-Deutschland




24.10.2021, 11:00 Uhr

Landesjugendorchester: Musikalische Begleitung des Stummfilms „Der Golem, wie er in die Welt kam“